Legasthenie-Therapie

in qualifizierten Einrichtungen

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Fortbildungsangebote

Drucken

Fortbildungen

Zu seinem 25. Jubiläum veranstaltet das Institut für Legastheniker-Therapie in Köln am 06.11.2010 eine Fachtagung unter dem Titel: "Legasthenie ist heilbar!"

Das Instituts bietet im Jubiläumsjahr weitere Workshops für interessierte Fachkräfte an.

Die Inhalte und Termine der Veranstaltungen können Sie auch als PDF-Datei herunterladen.

 Flyer Fortbildungen 


Workshop I:

Das Marburger Konzentrationstraining - ein Training für Kinder mit LRS und AD(H)S

Eine besondere Gruppe von Kindern rückt in den letzten Jahren immer mehr in das Blickfeld der Therapeut/-innen und der Schule: ADS-Kinder (ADS = Aufmerksamkeits-Defizit-Störung).

Sie registrieren, dass immer mehr Kinder Bescheinigungen unterschiedlichster Herkunft vorlegen, die besagen, dass sie ADS und LRS haben. Die Häufigkeit nimmt stetig zu, und die „Patienten“ werden immer jünger. Sechzig Prozent der ADHS- und ADS-Kinder sind auch im Bereich der Rechtschreibung und des Lesens auffällig.

Der Workshop hat die Zielsetzung:

  • die Erscheinungsbilder von ADS- und ADHS-Kindern zu erläutern und voneinander abzugrenzen,
  • bewährte Methoden für den Einsatz im Training zu demonstrieren und einzuüben,
  • praktische Fragen für den Umgang mit ADS und ADHS-Kindern zu diskutieren und zu beantworten.

In dem Workshop wird ein Überblick über die Diagnostik von ADS und ADHS-Kindern gegeben. Es werden Ansätze aus der Verhaltensmodifikation, die in Trainingssitzungen praktizierbar sind, und Methoden für den Umgang mit schwierigen und auffälligen Schülern vorgestellt.

Der Workshop fand im letzten Jahr schon einmal statt und wird nun auf vielfachen Wunsch wiederholt.

Zur Person: Gordon Wingert ist Schulpsychologe. Er unterrichtet außerdem an einer Berufsschule. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet er bei der Konzipierung und Durchführung der Marburger Trainings mit. Im Schwerpunkt trainiert er Gruppen von hyperaktiven Kindern. Weitere Informationen unter:

www.marburgerkonzentrationstraining.de

Ort und Zeit:
Institut für Legastheniker-Therapie
Spichernstr. 55, 50672 Köln
Samstag, 02.10.2010, 11:00 bis 16:00 Uhr
Unkostenbeitrag: 80,00 Euro (inkl. Getränke)*
Teilnehmerzahl: 15-30 Personen


 Workshop II:

„Das verflixte erste Knopfloch“ - Dyskalkulie-Workshop


Statistisch gibt es in jeder Schulklasse mindestens ein Kind mit Dyskalkulie. Oft wird die Rechenschwäche zu spät erkannt, mit schwerwiegenden Folgen für die betroffenen Kinder. Ihre Schwierigkeiten mit dem Rechnen bringen, unerkannt und unbehandelt, weitere Probleme hervor: Selbstzweifel, Ängste, nachlassende Leistungen in anderen Bereichen. Der Weg aus dieser Misere wird umso mühevoller, je später wirksame Förderung einsetzt.

Ein Schwerpunkt dieser Fortbildungsveranstaltung ist deshalb die Diagnostik im Rahmen des Schulunterrichts, vor allem im ersten Schuljahr. Grundlegende Probleme beim Erlernen der Mathematik bereits in der Entstehung zu erkennen, ist die wichtigste Voraussetzung, dass Förderung gelingen kann.


1. Teil: Grundlegendes zu Rechenschwäche/Dyskalkulie:

  • Was ist Rechenschwäche?
  • Woran kann sie erkannt werden?
  • Üben, fördern oder therapieren?
  • Rechenschwäche im Schulalltag: Förderpraxis, rechtliche Fragen, Therapiekosten etc.


2. Teil: Diagnostik- und Förderansätze für die Grundschule

  • Stufen der mathematischen Entwicklung
  • Ansätze für Diagnostik und Förderung im ersten Schulbesuchsjahr
  • Umgang mit Schulbuch und Anschauungsmaterial


Die Veranstaltung beinhaltet Vortrag, Videobeispiele, Arbeit im Plenum und ggf. in Kleingruppen.

Es besteht ausreichend Gelegenheit für Fragen und Diskussion.

Referenten: Ulf Grebe, Martina Schneider, Lerntherapeutisches Zentrum Rechenschwäche/Dyskalkulie Köln (LZR)

 

Ort und Zeit:
Institut für Legastheniker-Therapie
Spichernstr. 55, 50672 Köln
Samstag, 20.11.2010, 11:00 bis 16:00 Uhr
Unkostenbeitrag: 80,00 Euro (inkl. Getränke)*
Teilnehmerzahl: 15-30 Personen

 "Legasthenie ist heilbar!"

Eine Fachtagung im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums des Instituts für Legastheniker-Therapie Köln

Ort und Zeit:
Samstag, 06.11.2010, 11:30  bis 17:00 Uhr
Repräsentationssaal des DP für Heilpädagogik und Rehabilitation
der  Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln,
Klosterstr.  79b, 50923 Köln

 Das geplante Programm und die Referenten:

11:30 - 12:00 Uhr:    Eröffnungsvortrag:

25 Jahre erfolgreiche Arbeit mit lese-rechtschreibschwachen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen: ein kleines Resümee


Michael Praß M. A. leitet – zusammen mit Frau Barbara Fußgänger, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und Dipl. Pädagogin - das Institut für Legastheniker-Therapie in Köln seit seiner Gründung im Jahre 1985. Er ist Sprachwissenschaftler und zertifizierter Lerntherapeut (FiL).


12:00 - 13:30 Uhr:     Ist Legasthenie eine Krankheit?

Seit über 40 Jahren streiten sich unterschiedliche Disziplinen um die Deutungshoheit und Zuständigkeit für die Legasthenie. Im medizinischen Ansatz wird Legasthenie als Störung und Krankheit betrachtet, in pädagogisch-psychologischen Ansätzen als eine Schwierigkeit, die in den Rahmen der normalen Variation von Schulleistungen fällt und mit pädagogischen Mitteln zu beheben ist. Im Vortrag wird, auch auf der Grundlage einer neuen Analyse der IGLU-2006-Daten, aufgezeigt, dass das Konstrukt Legasthenie nicht nur unsinnig, sondern auch schädlich ist.


Prof. Dr. Renate Valtin, von 1992 bis 2009 Professorin für Grundschulpädagogik an der Humboldt-Universität zu Berlin, war von 1982 bis 1996 Vorsitzende des Arbeitskreises Grundschule e.V. im Grundschulverband. Sie war viele Jahre Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Lesen und Schreiben und ist heute noch deren Vizepräsidentin. 1974 wurde sie mit dem Institute of Reading Research Fellowship Award von der International Reading Association ausgezeichnet. 1999 erhielt sie eine Berufung in die „Reading Hall of Fame“ der International Reading Association. Sie ist Mitglied des deutschen Konsortiums von IGLU 2001 und 2006, der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung und Mitglied der Reading Expert Group von PIRLS 2006.

 

13:30 - 14:00 Uhr: Erfrischungspause

   

14:00 - 15:15 Uhr:    Mindeststandard Rechtschreibung: 

Welche Kompetenzen müssen Kinder am Ende der 1. und am Ende der 2. Jahrgangstufe erworben haben?

Schüler/innen, die rechtschriftliche Mindeststandards nicht bewältigen können, laufen Gefahr, an weiteren Lernprozessen nicht ausreichend partizipieren zu können. Welche Rechtschreibkompetenzen müssen alle Kinder am Ende von Klasse 1 und 2 erworben haben? Diese Frage wird durch eine neue Studie des Dortmunder Netzwerkprojekts zwischen dem Regionalen Bildungsbüro, dem gutschrift | Institut  Dortmund, dem Institut für Schulentwicklungsforschung (IfS) der Technischen Universität Dortmund und 29 Dortmunder Grundschulen beantwortet.


Frau Dr. Ilona Löffler ist Autorin der Testprogramme gutschrift | Kompetenzdiagnostik, die in der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) im Jahre 2001, in IGLU-Belgien sowie Iglu-Deutschland 2006 eingesetzt wurde. Sie ist Leiterin des gutschrift | Instituts zum Aufbau von Lese- und Schreibkompetenz in Dortmund und Bochum und Begründerin der linguistischen Fehlerquellenanalyse (DoRA@) und des Laut-Analytischen Rechtschreibsystems (LARS@).



15:15 - 16:45 Uhr:    LRS als Folge soziokultureller und sozioökonomischer Benachteiligung

Der gelungene Zugang zu Schrift- und Buchkultur ist abhängig von der soziokulturellen und sozioökonomischen Situation der Herkunftsfamilie des einzelnen Kindes. Schule und Unterricht reagieren auf die Lernbedürfnisse von Schülerinnen und Schülern aus sozial benachteiligten Familien unzureichend. Der Beitrag widmet sich der Frage, welche „kompensatorischen“ Angebote in der Grundschule für die genannten Schüler erforderlich sind, um eine LRS zu vermeiden oder zu überwinden.


Prof. Dr. Ada Sasse war als Kindergärtnerin und Sprachheilpädagogin berufstätig. Seit 2005 ist sie Vorsitzende des Wissenschaftlichen Konsortiums für den „Thüringer Bildungsplan für Kinder bis 10 Jahre". Im Wintersemester 2007/08 hat sie ihre Tätigkeit als Professorin für Grundschulpädagogik an der Humboldt-Universität zu Berlin aufgenommen. Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind: Schriftspracherwerb/Schwierigkeiten im Schriftspracherwerb; Gemeinsamer Unterricht von Kindern/Jugendlichen mit und ohne Behinderungen; Integrations- und sonderpädagogische Infrastrukturen im sozialen und demographischen Wandel. Seit 2009 ist sie Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Lesen und Schreiben (DGLS).


Anmeldungen bitte an das Institut für Legastheniker-Therapie
Mail ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. )
Fax (0221 – 95 234 28) oder
Brief (Spichernstr. 55, 50672 Köln)

Teilnahmegebühr: 25,00 €



Das Institut für Legastheniker-Therapie bietet außerdem

Fortbildungen für Schulkollegien

mit unterschiedlichen Schwerpunkten an.  Interessierte Kollegien wenden sich am besten telefonisch an das Institut.

Ansprechpartner: Frau Fußgänger und Herr Praß